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Das Lab ist tot, lang lebe das Lab

2018-06-21T09:28:37+00:00 Corporate Innovation|

Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an (Sokrates).

Wie allegorisch werden sie nicht benannt? Tempel der Innovation. Horte des Fortschritts. Heimat neuer Ideen. Topoi, die deren große Bedeutsamkeit bemessen, aber doch nicht ermessen, was Innovation Labs tatsächlich sind und wie sie erfolgreich funktionieren.

Labs sind Schmiede, Akademie, kreativer Raum außerhalb oder innerhalb der Unternehmensmauern, zeitlich bemessene Schaffensstätte, Brutkasten, Ja, in gewisser Weise Interim, das zu echter Innovation im Unternehmen befähigt und auffordert. Das eine Fortsetzung des Wachstums durch Innovation und Weitergabe von Know-How im Unternehmen fördert und erreicht.

95% aller Labs sind tot, hören wir vielfach (Quelle: wiwo.de). Und ja, die leerstehenden Hubs, die verwaisten Labs, die leeren Kreativ-Spaces – wir kennen sie auch.  Noch mehr als das kennen wir aber die Gründe des Scheiterns. Kennen die Stellschrauben, die Erfolg in einem Lab erfordern und wir wissen diese Stellschrauben optimal zu justieren.

Ein Lab ist mehr als ein hipper Raum

Wer denkt, mit dem Bezug eines Raums außerhalb des Unternehmens ist bereits eine gute Lab-Umgebung geschaffen, der irrt. Wer annimmt, ein paar kreative Mitarbeiter in einer inspirativen Umgebung schaffen weitreichende Innovationen, der täuscht sich. Wenn wir unsere Labs „not just a workspace“ nennen, so meinen wir, dass sie viel mehr als ein geografisch lokalisierbarer Ort sind, mehr als ein paar Wände bestückt mit Post-its, mehr als ein Raum mit bunten Möbeln und modernster Technik.

Kommunikation ist der Schlüssel

Zweifellos, Labs geben die Möglichkeit zu schnellen Entscheidungen über die Weiterverfolgung von Ideen und Konzepten; sie funktionieren prozessual und iterativ, doch die Weitergabe und Vermittlung der Konzepte an das Unternehmensmanagement ist essentiell, damit nicht große Ideen geboren werden, die dann in Unternehmensschubladen stagnieren und in Vergessenheit geraten.

Labs müssen mehr können, als nur coole und elaborierte Ideen ins Unternehmen zurückzuspielen.
Ein Lab darf nicht zur ausgelagerten F&E-Abteilung werden, sondern muss Mitarbeiter mit Einfluss und Entscheidungskompetenz zu Innovations-Bereitern ausbilden; Mitarbeiter werden so zu Innovations-Botschaftern und tragen neben den ausgearbeiteten Konzepten, Prototypen und Modellen die erlernten Methoden und Skills ins Unternehmen zurück. Sie multiplizieren Innovation.

Kultur im Wandel

Nach innen braucht es dafür eine gelebte Kultur der Offenheit und Entscheidungsfreude, die Führungskräfte und Mitarbeiter dazu ermutigt, neue Wege zu gehen und die Zukunft des Unternehmens aktiv zu gestalten. Dies benötigt viel Vertrauen in die Leistungsfähigkeit als Team und Gesamtorganisation – und eben weniger Barrieren im Unternehmen.

Das Unternehmens-Management braucht eine Bewusstheit darüber, dass der Benefit aus einem Lab deutlich größer sein wird als der Invest. Und auch, dass die Mitarbeiter mit den besten Ideen diese weniger in einem konkurrierenden Wettbewerb, als in gemeinsamer Elaboration und unter Einbezug von Endnutzern / Konsumenten realisieren können und werden.

One size doesn’t fit all

Das für jedes Unternehmen passende Lab Konzept gibt es freilich nicht. Es reicht nicht aus, sich ein Methodenhandbuch, eine Toolbox an Möglichkeiten zu schnappen und loszulegen. Nicht jede Methode führt sofort zum Ziel, nicht jedes Tool ist geeignet.
Auch wenn die Digitalisierung in allen Industrien und Branchen eine enorme Rolle spielt und noch innehaben wird, darf sie nicht zur One-Focus-Show werden. Technologischer Progress muss die Menschen mitnehmen, die ihn treiben. Muss sich an Bedürfnissen orientieren. Muss fortkommen von einer l’art pour l’art.

„Das von HYVE ermöglichte HVB-Lab ermöglichte es uns, qualitativ hochwertige Ideen zu entwickeln, die im Unternehmen umgesetzt wurden. Das Lab ist eine großartige Gelegenheit, sich der digitalen Transformation zu stellen und bestehende Geschäftsmodelle in einem kreativen Umfeld zu überdenken. Was als Experiment begann, hat sich als voller Erfolg erwiesen“, so Dr. Theodor Weimer, CEO HypoVereinsbank.

Eine große Vision ist erforderlich, aber jede Gipfelbezwingung kann nur mit stabilen Seilschaften und Steigeisen funktionieren. Etappenziele, ein guter Kompass und eine ausgefeilte Wanderkarte sind notwendig. Neben der disruptiven Innovation müssen simultan auch sehr konkrete Fragestellungen verfolgt werden.

Damit die Reise nicht zum Irrweg wird, braucht es Innovationsexperten, die das Lab konzipieren, begleiten, betreuen und auswerten und ins Unternehmen überführen. Die für den engen Konnex von Lab und Unternehmen, von Lab Abgesandten und Unternehmensführung sorgen. Für die Verzahnung von Entstandenem und Existentem.

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