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Wüstenrot – Wie agiles, kundenzentriertes und teamübergreifendes Innovieren im Finanzsektor einen Wettbewerbsvorteil sichern kann.

Der digitale Wandel hält den Finanzsektor seit geraumer Zeit in Atem. Die Auswirkungen der Digitalisierung und der sie begleitenden Abstrahierung von einst im wahrsten Sinne des Wortes be-greiflichen Produkten und Leistungen bekommt auch die Finanzbranche zu spüren.

Seit 1925 steht Wüstenrot für das Bausparen in Österreich. Heute ist die Wüstenrot Gruppe ein mitteleuropäischer Finanzkonzern. An die 2.400 Mitarbeiter betreuen in Österreich, Kroatien und in der Slowakei sehr erfolgreich mehr als 2,1 Millionen Kunden mit Gesamtlösungen aus einer Hand für die Bereiche Ansparen, Finanzieren, Vorsorgen und Versichern. Um neben der starken Vertriebsstruktur auch das Thema Produkt- und Service-Innovationen agiler an den sich verändernden Markt anzupassen und die Organisation für die Anforderungen der digitalen Revolution vorzubereiten initiierte Nina Tamerl, Head of Innovation & Marketing, 2018 eine interne Innovationsoffensive.

In vier Phasen wurden innovative Ideen und Konzepte geboren, geschärft, diskutiert, verfeinert und befinden sich jetzt in der Umsetzung.

Phase 1 – ein interner Ideenwettbewerb

In einem internen Ideenwettbewerb, offen für alle Mitarbeiter*innen des Unternehmens, konnten über 12 Wochen Ideen für neue Produkte und Services, aber auch interne Verbesserungsideen eingereicht werden. Eine Jury aus internen Innovationsbeauftragten sowie dem Innovation-Team wählte aus den über 60 Einreichungen am Ende dann 11 Ideen aus, deren Weiterentwicklung in einer nächsten Phase, einem dreitägigen Innovation Camp aufgenommen wurde.

Phase 2 – ein dreitägiges InnoCamp zusammen mit HYVE

Im September 2018 kamen die Teams, heterogen zusammengesetzt aus Mitarbeiter*innen von Wüstenrot und Innovationsexperten mit ihren ausgewählten Ideen, von HYVE, zu einem dreitägigen InnoCamp in Salzburg zusammen und arbeiteten an den besten Ideen des internen Wettbewerbs, um diese in Produktkonzepten weiterzuentwickeln.

Besonders gewinnbringend war die Heterogenität der Teams, die wirklich diverse Skills und Kompetenzen, Qualifikationen und Mindsets mit- und einbrachten.

„Besonders gewinnbringend“, so HYVEs Geschäftsführer Dr. Giordano Koch, „war die Heterogenität der Teams, die wirklich diverse Skills und Kompetenzen, Qualifikationen und Mindsets mit- und einbrachten. Ganz besonders fand auch der Einbezug von Kundenfeedback im Rahmen des InnoCamps statt: weg von teaminternen Feedbackschleifen, hin zu echter Nutzerfokussierung. Die Teams des InnoCamps brachten dazu bspw. am ersten Tag die Ideen im buchstäblichen Sinne auf die Straße; sie pitchten die Ideen im Vorübergehen und holten Rückmeldungen und Meinungen von Passanten ein. Giordano Koch über Engagement der Teams: “Man kann wirklich sagen, die Teams haben alles gegeben”.

Man kann wirklich sagen, die Teams haben alles gegeben.

Neben dem live-Feedback, machten sich die Teams auch ein digitales Overnight-Feedback zunutze. Dafür wurden am zweiten Abend alle Ideen in die HYVE Crowd gestellt und konnten über Nacht von den Usern, Experten und Kreativen der HYVE Crowd mit dem Ziel der Schärfung und Verfeinerung der Ideen diskutiert und bewertet werden. So kamen sprichwörtlich über Nacht über 80 umfassende Kommentare und Anregungen zusammen, die von den Teams am dritten Tag in die Weiterentwicklung einbezogen wurden. Die Ideen waren nicht länger interne Ideen, sondern deren um Kundenwünsche und -vorstellungen angereicherte Weiterentwicklung. Am letzten Tag des InnoCamps bereiteten die Teams ihre Pitches vor und präsentierten sie vor ausgewählten Führungskräften von Wüstenrot.

Phase 3 – Innovations-Pitches im Rahmen des jährlichen Vertriebs Kick-Offs

Der finale Pitch der Ideen fand einen Rahmen, der größer kaum sein konnte: die jährliche Wüstenrot Convention Ende Januar 2019 in St. Wolfgang.  Ein zweistündiger Innovationsblock innerhalb des Events mit rund 300 Gästen von Wüstenrot signalisierte die Bedeutung und Wertschätzung der immer stärker werdenden Innovationskultur im Unternehmen. „Dass eine stark vertriebsorientierte Organisation sich während eines Jahresauftaktveranstaltung die Zeit nimmt, um Mitarbeiter-Innovation zu einem zentralen Thema zu machen, ist bemerkenswert und keineswegs selbstverständlich“, weiß Giordano Koch.

Im offiziellen Jurymeeting pitchten die Teams ihre Konzeptideen vor einer Jury bestehend aus Wüstenrot Vorständen und externen Experten. Um einem Auditorium bestehend aus  Führungskräften aus den zentralen Einheiten und dem Vertrieb sowie Finanzberatern und externen Partnern, die sich mit einer Evaluations-App interaktiv an der Diskussion der Jury beteiligen und Fragen an die Pitchenden stellen konnten.

Es ist vor allem wichtig – und ich glaube daran scheitern viele, die Mitarbeiter und ihre Ideen wirklich ernst zu nehmen und sie als Mentoren bei der Umsetzung zu begleiten, denn sie arbeiten nicht tagtäglich im Innovationsbereich.

Das Fazit von Nina Tamerl ist ganz klar: „Die Mitarbeiter sind bei uns motiviert – das kann ich definitiv bestätigen. Es ist vor allem wichtig – und ich glaube daran scheitern viele, die Mitarbeiter und ihre Ideen wirklich ernst zu nehmen und sie als Mentoren bei der Umsetzung zu begleiten, denn sie arbeiten nicht tagtäglich im Innovationsbereich. Eine große Rolle spielt dabei auch der Founder-Spirit, das heißt der Ideengeber muss mit vollem Einsatz, so wie wir das auch von Startup-Gründern kennen, dabei sein und Verantwortung übernehmen, wenn es in die Umsetzung geht.“

Phase 4 – eine Umsetzung der Gewinnerideen

Spannend ist, dass die drei Gewinnerideen über das aktuelle, klassische Angebot von Wüstenrot hinausgehen und somit auch einen potentiell disruptiveren Marktzugang erlauben. In einem Innovation Lab Format werden die Ideen nun in kürzester Zeit auf ein MVP-Level gehoben und hinsichtlich ihres Product-Market-Fit noch weiter geschärft.

 

Die fünf Erfolgstreiber auf einen Blick:

  1. Heterogene Teams aus verschiedenen Bereichen, mit unterschiedlichen Kompetenzen und Mindsets.
  2. Verankerung von Innovationsoffensiven im wichtigsten Jahres-Event.
  3. Echte Kundenzentrierung in der Produktentwicklung.
  4. Ein Methodenmix aus Contest, Ideation, InnoCamp, modernen Crowd-Logiken sowie schnellem und agilem Produktentwickeln.
  5. Involvierung des Top Managements und damit verbundenes hohes Committment für die Umsetzung.

 

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