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Room to grow – der RBI Innovation Garden

(This post is only available in German)

Der RBI Innovation Garden, die erfolgreiche Weiterentwicklung des Intrapreneurship Projektes, den die Raiffeisen Bank International gemeinsam mit HYVE konzipiert und durchführt.

Im Zentrum des Innovation Garden steht der 12-wöchige HYVE Innovation Lab Ansatz, der seit vielen Jahren erfolgreich Innovation mit den eigenen Mitarbeitern des Unternehmens entstehen lässt.

Während des Intrapreneurship Projekts im letzten Jahr, entwickelten drei Teams der RBI in Begleitung vom RBI Innovation Managern und HYVE erfolgreich drei digitale Prototypen inklusive Konzept (Pitch Deck) und stellten diese einer Vorstandsjury als Entscheidungsgrundlage vor.

Im Frühjahr 2018 wurde das Programm unter dem neuen Namen „Innovation Garden“ – nun deutlich größer und weitreichender -konzipiert und umgesetzt. Im Rahmen eines internen und für alle Netzwerkbanken offenen Ideen-Contests wurden innerhalb von wenigen Wochen über 765 Ideen in sechs definierten Challenges zu internen Prozessverbesserungen sowie neuen Markt/-Kundenlösungen eingereicht und diskutiert. Von über 3.600 aktiven Teilnehmenden bewarben sich zudem knapp 270 Personen zur Mitwirkung am Innovation Garden. Nicht einmal die Hälfte, nämlich nur 100, machten mit den 20 vielversprechendsten Ideen das Rennen für den begehrten Innovation Jam. Im Jam wurden die acht besten Ideen und 40 geeignetsten „Intrapreneure“ für zwei Intrapreneurship-Batches zu je 12 Wochen im Herbst 2018 ausgewählt.

HYVE im Gespräch mit Silvia Handler von RBI  und Michael Maier von HYVE Wien über den Prozess, die Effekte und die Herausforderungen des Innovation Gardens:

Silvia, kannst Du uns bitte kurz über den Ansatz erzählen, den Ihr mit dem Innovation Garden wähltet? Wie lief er ab? Was macht ihn so besonders?

Das Programm ermöglichte, erstmals alle MitarbeiterInnen in den Ideenfindungsprozess miteinzubeziehen und Ideen aus der gesamten Gruppe zu identifizieren. Ein weiterer sehr positiver Nebeneffekt des Ideen-Contests war die Vernetzung der Kollegen untereinander. Während des Contests evaluierten 60 Mentoren laufend die eingereichten Ideen und regten zu ihrer iterativen Verbesserung und Schärfung Diskussionen darüber an. Nach dem Contest wurden in sogenannten Shortlisting Workshops die spannendsten Ideen für die weitere Entwicklung im Innovation Jam erarbeitet. RBI KollegInnen aus HR und Innovation Management sichteten die Bewerbungen und nahmen eine Zuteilung in crossfunktionale 5er Teams vor.

Im zweitägigen Innovation Jam durchliefen 100 Personen im Schnellformat die sechs Design Thinking Phasen, um 20 Ideen möglichst effizient weiter zu entwickeln. Diese ausgereiften Ideen wurden schließlich dem Innovation Board (bestehend aus Vorständen) präsentiert, welches die besten acht Ideen für die Intrapreneurship Batches auswählte.
Das den Jam unterstützende Team aus Innovations- und HR-Experten von RBI und HYVE begleitete nicht nur den methodischen Prozess und die Teams vor Ort, sondern es hatte auch eine beobachtende Aufgabe inne, um im Anschluss an den Jam ein Staffing der geeignetsten TeilnehmerInnnen vorzunehmen.

Warum hat RBI sich für diesen Ansatz entschieden?

Unser Ziel ist es, Intrapreneure aus der gesamten RBI Gruppe zu identifizieren, zu entwickeln und mit diesen an aktuellen Herausforderungen zu arbeiten. Da wir fast 50.000 Mitarbeiter in der Gruppe haben, war es mir wichtig, einen Weg zu finden, der alle miteinbezieht. Die Plattform von HYVE ist ein hervorragendes Tool dafür. Insbesondere im Netzwerk wurde die Möglichkeit, auf gruppenebene an Themen mitarbeiten zu können extrem positiv angenommen und es ist ein regelrechter Konkurrenzkampf auf der Plattform ausgebrochen ;-).
Der Innovation Jam bietet den Vorteil, Ideen in sehr kurzer Zeit weiterentwickeln und für das 12-Wochen Programm zu selektieren sowie geeignete TeilnehmerInnen im „Lab-ähnlichen“ Arbeitsmodus beobachten und anschließend auswählen zu können. Zudem hat ein derartiger Innovation Jam mit seiner Größe und Präsenz immer eine starke Ausbildungs-, aber auch Kommunikationskomponente. Beides sind essentielle Bestandteile im Innovation Management.

In den Intrapreneurship Batches haben 40 Teilnehmer die Chance fokussiert, an den Themen mit dem Kunden zu arbeiten und die kritischsten Hypothesen zu vertesten.

Michael, wie hast du die Innovationkultur beim Kunden vor der Zusammenarbeit mit HYVE erlebt und gab es Situationen, in welchen du eine Veränderung darin wahrgenommen hast?

Wir nehmen die Kultur seit Beginn an als sehr positiv wahr und freuen uns enorm mit einem derart professionellen Team zu arbeiten, dass einerseits auf ein passendes Setting und vollstes Vorstandscommitment zählen kann. Anderseits dieses aber auch bestens zu nutzen weiß und mit viel Energie und Herzblut enormen Impact und eine starke Bewegung erzeugt.

Ich denke, jeder Schritt und jede Aktion in diesem Programm erzeugt Veränderung. Für mich persönlich war die Entwicklung der Teams aus dem Piloten unglaublich spannend, die innerhalb von wenigen Wochen die neue agile Arbeitsmethodik derart gut angenommen haben, so dass sie nun als Alumnis eine starke Vorbildwirkung einnehmen können.

Wie setzt(e) sich das Team von HYVE zusammen?

Wir führen das Projekt lokal durch und dürfen – je nach Projektphase – auf unterschiedliche am besten geeignete Coaches und Experten aus München zählen. Beim Jam war HYVE mit einem großen Team an Experten wie Johann Füller, Michael Bartl und Giordano Koch als externe Jury-Member sehr stark und präsent vertreten.

Und gibt es bereits learnings aus dem bisherigen Prozess? Was sind die größten Herausforderungen des Kunden?

Die große Herausforderung ist bestimmt, aus einer Vielzahl von spannenden Ideen – die alle aus dem eigenen Unternehmen kommen – die relevantesten und für ein 12-Wochen Programm geeignetsten auszuwählen. Wie jede andere Bank auch steht die RBI vor den Herausforderungen der heutigen Zeit: eine volatile und dynamische Zeit (Stichwort VUCA-Welt) mit Treibern wie Digitalisierung, sich rasch ändernde Kundenanforderungen, große digitale Player, flinke Startups und sich damit ergebende neue Anforderungen an Innovationsprozesse.

Was sind vor diesem Hintergrund die neuesten Trends oder technologischen Veränderungen, die RBI tangieren? 

Alles rund um Digitalisierung, digitale Bankprodukte, Daten und AI, Crypto Currencies, Chatbots und Service/Betreuung der Zukunft, aber auch regulatorische Änderungen und Anforderungen.

Silvia, welche Beobachtung hast du während des Programmes als besonders spannend wahrgenommen?

Die Begeisterung der Teilnehmer, die sich zu 100% den Themen verschrieben haben und vollsten Einsatz gezeigt haben. Dies erzeugt eine unglaublich positive und energiegeladene Stimmung. Ich kann es auch kaum erwarten, dass die beiden Batches Ende August starten 😉 Ich spüre hier auch eine neue Kultur wie wir als RBI an die Themen herangehen.

Michael, ist diese Freude ansteckend? 

Auf  jeden Fall! Am meisten freut es mich persönlich, wenn sich Team-Mitglieder für Gelerntes bedanken und mit Begeisterung neue Methoden oder Gedankenweisen annehmen und weiterverbreiten. Und wenn der Kunde zum Schluss happy ist – mit Ablauf, Stimmung, aber auch dem Ergebnis welches zum Schluss da steht!

Zu den Persönlichkeiten:

Michael Maier hat Urban Technologies (Energie- und Umwelttechnik) sowie Unternehmensführung (Executive Management) studiert. Nach 3,5 Jahren im internationalen Umwelttechnik-Anlagenbau (STRABAG) hat er im ersten Jahr den Aufbau des renommierten österreichischen Crowdinvesting-Startups CONDA mitbegleitet. Neben der Analyse und Bewertung von Startups und Projektideen hat er die Expansion des CEE-Markts vorbereitet.

Im Anschluss konnte er bei der Digitalisierungs- und Managementberatung Detecon in 3,5 Jahren beim Aufbau des Wiener Büros maßgeblich mitwirken und den inhaltlichen Fokus Innovation auf- und ausbauen. Als erster Innovation Ambassador der Detecon konnte er im Silicon Valley zusätzliche Innovations-Expertise und Insights sammeln.

Seit September ist Michael bei HYVE und als Head Office Vienna für den Aufbau des Wiener Büros und österreichischen Markts zuständig.

Silvia Handler hat Wirtschaftsberatung mit der Vertiefung Marktkommunikation und Vertrieb studiert. Ihre berufliche Laufbahn hat sie durch unterschiedliche Stationen bei Raiffeisen geführt. Gestartet hat sie in der Vertriebsunterstützung der Raiffeisen Bausparkasse, danach hat sie die Abteilung Markt- und Innovationsmanagement in der RZB (Raiffeisen Zentralbank) mitaufgebaut und im Zuge des Mergers von RBI und RZB hat sie das den Aufbau des Innovation Management für die RBI maßgeblich mitgestaltet. Nun verantwortet sie das gruppenweite Intrapreneurship Programm Innovation Garden.

 

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