Warum Dating und Innovationsmanagement viel mehr gemeinsam haben, als Sie denken: 4 Parallelen, die Ihnen bei Ihrer Innovationsstrategie helfen

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Secret Source of Innovation: Dating und Innovationsmanagement

Der Valentinstag steht vor der Tür. Egal, wie Sie zu diesem besonderen „Feiertag“ stehen, ob Sie ein heilloser Romantiker sind oder den Valentinstag bewusst boykottieren – es gibt unzählige Learnings, die Sie vom Dating auf Innovationsmanagement & -strategie ableiten können.

Als HYVEs Innovationsstrategin Rebekka Bogner an der Université Laval in Kanada studierte, hatte sie eine Professorin, die – wann immer sie bemerkte, dass die Aufmerksamkeit der Studierenden nachließ – die Erkenntnisse, die sie ihren Studenten vermitteln wollte, mit Parallelen & Metaphern der Liebeswelt veranschaulichte. Sie ahnen es, es hat funktioniert. Sie hatte plötzlich die volle Aufmerksamkeit des Kurses. Nun hofft Rebekka, dass dieser Blogbeitrag auch Ihre Aufmerksamkeit einfängt und Ihnen so im Gedächtnis bleibt, wie der Stoff den Studierenden von damals.

Nummer 1: Der erste Funke – alles beginnt mit einer Idee (oder einem äußeren Druck)

Es beginnt immer mit irgendwas. Entweder ist es eine bestimmte Person, die Ihnen über den Weg läuft, eine Werbung für eine neue Dating-Plattform, ein Gericht (ja, die Liebe zum Essen geht bei einigen von uns durchaus weit) oder es ist Ihre Oma (die endlich (!) eine Ur-Oma sein will) oder irgendetwas anderes, das Sie dazu drängt, jemanden zu finden.

Ähnlich verhält es sich bei der Innovationsstrategie: Entweder stoßen Sie auf eine interessante Idee, wollen die Art und Weise, wie Sie arbeiten, verändern, oder Sie erfahren externen (Markt-)Druck, der es für Sie unausweichlich macht, neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu kreieren, um im Rennen zu bleiben.



Bei HYVE betonen wir immer wieder, wie wichtig es zu Beginn eines Innovationsprozesses ist, die richtigen Werkzeuge und Methoden zu verwenden, um neue Ideen zu nähren und mit einer breiten und vielfältigen Palette von Ideen zu beginnen. Wir nennen dies die Explorations- und Ideenfindungsphase. In dieser Phase des Innovationsprozesses geht es entweder darum, Ideen zu finden, wie man ein Problem beheben kann, oder darum, Inspiration für völlig neue Kategorien, Segmente oder Märkte zu finden. Kreative Explorations- und Ideation-Sessions sind eine großartige Möglichkeit, um schnell auf viele Ideen zu kommen.

Und so wie es heutzutage unzählige Plattformen und Möglichkeiten gibt, jemanden online zu treffen, gibt es auch viele Optionen, wie Sie Plattformen und Tools im Rahmen Ihrer Innovationsstrategie nutzen können, um Ideen online zu realisieren.

Bei HYVE haben wir zum Beispiel viele kreative Ideation Sessions online mit Miro moderiert. Ein weiteres großartiges Tool, um Zugang zu tausenden kreativen Köpfen aus der ganzen Welt zu bekommen, ist die HYVE Crowd. Allein im letzten Jahr haben 24 Unternehmen unsere Crowd-Plattform genutzt, um Ideenwettbewerbe zu veranstalten. Insgesamt wurden 3177 Ideen und 2186 Kommentare eingereicht. Nicht schlecht, oder?

Wollen Sie mehr darüber erfahren? Ein erfolgreiches Beispiel finden Sie hier.

Nummer 2: Grenzen Sie die Auswahl ein und nehmen Sie die rosarote Brille ab

Auch wenn es unendlich viele Menschen da draußen gibt – Sie können nicht mit jedem ausgehen! So ist es auch mit den Ideen: es mag viele geben, die sehr attraktiv aussehen, aber man muss die Auswahl eingrenzen. Sonst hat man am Ende alles und nichts. Um eine erste & schnelle Priorisierung vorzunehmen, stellen Sie sicher, dass Sie eine Reihe von wichtigen Kriterien definiert haben. Da es hilfreich ist, zu wissen, welche Qualitäten Sie bei einem zukünftigen Partner suchen und was die Dealbreaker sind, überlegen Sie gut, welche Aspekte bei Ihrer Priorisierung wichtig sind (z.B. passt die Strategie, stimmt die Zielgruppe). Wenn Ihnen einige Kriterien wichtiger sind als andere, können Sie diese auch verschieden gewichten.

Pro-Tipps:

  • Achten Sie darauf, dass Sie die richtigen Personen in die Entscheidungsfindung einbeziehen (das spart Ihnen später viel Zeit und Diskussionsrunden).
  • Außerdem erfordert das Abnehmen der rosaroten Brille einen gewissen Realitätscheck, und der fällt mit einer Außenperspektive immer leichter (wer hat nicht diesen ehrlichen Freund, der einen auf bestimmte Aspekte hinweist, die man bei der anderen Person übersehen hat?)
    Wenn Sie bereits eine Vorauswahl der vielversprechendsten Ideen getroffen haben, können Sie, um diese noch weiter einzugrenzen, einfache & schnelle Wege nutzen, um Ihre Ideen/Grobkonzepte zu testen. Sie können darüber nachdenken, Kurzinterviews durchzuführen, oder – wenn Sie mehrere Sessions planen und eine Vielzahl von Konzepten in einem bestimmten Bereich entwickeln wollen – eine Online Research Community zu gründen. Letzteres ermöglicht es Ihnen, online Feedback zu Ihrem Konzept zu erhalten, Kommentare zu bekommen und da Sie die Community moderieren können, erlangen Sie sogar vertiefende Ideen.
  • Wenn Sie Online-Plattformen nutzen, um erstes Feedback zu Ihrem Konzept zu bekommen, ist es sehr hilfreich, erste grobe Skizzen zu erstellen. Das hilft den Teilnehmern oft, ein besseres Verständnis für die Idee dahinter zu bekommen.

Und denken Sie daran: So wie die Kommunikation in einer Beziehung entscheidend ist, ist sie es auch im Innovationsprozess und während Ihrer Innovationsstrategie. Erstens müssen Sie bereits bei der Formulierung einer Idee einen ersten Feinschliff vornehmen und erkennen vielleicht selbst, wo die Schwachstellen liegen. Zweitens erfahren Sie so frühzeitig, was aktuelle oder potenziell zukünftige Kunden von Ihrer Idee halten!

Mit diesem Feedback können Sie sich recht schnell entscheiden. Ein bißchen so, wie es besser ist, zu wissen, wen man heiratet, anstatt die Katze im Sack zu kaufen und am Ende eine teure Scheidung durchmachen zu müssen. In beiden Welten gibt es natürlich immer die Gefahr des Scheiterns, wer aber auf Herz und Nieren geprüft hat, minimiert dieses Risiko.

Holen Sie sich unseren One-pager zu Methoden & Tools am Ende des Beitrags!

Nummer 3: Die erste Berühung: Lean Testing und Rapid Prototyping

Beim Online-Dating bringt es Sie nicht weiter, wenn Sie ewig nur schreiben. Irgendwann möchte man denjenigen, mit dem man gechattet hat, auch persönlich sehen – oder zumindest ein Facetime mit ihm machen, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, ob es passt oder man den Rückzug antreten sollte. Genauso verhält es sich mit Ideen. Wenn Sie wirklich wissen wollen, wie Ihre Kunden und potenziellen zukünftigen Kunden über Sie denken und fühlen, sollten Sie effiziente „leane“ Methoden einsetzen, um (digitale oder physische) Prototypen zu bauen und zu testen. Diese ersten Lean-Prototypen fühlen sich realer an und je nachdem, wie weit Sie bereits in Ihrem Innovationsprozess sind, können sie in ihrem Detailgrad variieren.

Es ist wichtig, an dieser Stelle zu erwähnen, dass Sie kein fertiges Produkt haben müssen. Vielmehr sollten Sie herausfinden, wie Sie es so realistisch faken können, dass die Nutzer den Kern dessen verstehen, was Sie kreieren wollen, und dass es sich einigermaßen real anfühlt.  Das hilft Ihnen, präziseres Feedback zu bekommen, das Sie dann schnell in die weitere Entwicklung Ihres Produkts einfließen lassen können.

Es gibt eine Vielzahl von Tools und Methoden, die Sie für Ihre Innovationsstategie verwenden können, und wir haben einige für Sie in unserem One-pager zusammengestellt. Downloaden Sie ihn beim Check-out am Ende des Beitrags.

Nummer 4: Das tiefe Fundament: Im Kern ist es ein People Business – machen Sie Ihr Unternehmen & Ihre Innovation zu einem Power-Paar

Zum einen: Denken Sie ganzheitlich. So wie ein potenzieller Partner nicht nur eine Eigenschaft hat, sondern eine Vielzahl von Charaktereigenschaften (und höchstwahrscheinlich eine Schwiegerfamilie) mitbringt, denken Sie auch in Bezug auf die Produkte/Dienstleistungen, die Sie entwickeln vor allein eines: breit! Beschäftigen Sie sich mit Themen wie Konnektivität (immer mehr Produkte haben eine digitale Komponente) und denken Sie darüber nach, wie Ihre Produkte und Dienstleistungen in ein breiteres Ökosystem eingebettet sind.

Bei HYVE hilft Ihnen unser Service Design Team, den größtmöglichen Zusammenhang zu sehen und eine einzelne Idee in ein ganzheitliches & vernetztes Ökosystem zu verwandeln, das einzigartige Kundenerlebnisse schafft.

Zum anderen sind sowohl Beziehungen als auch Innovationsmanagement im Kern ein People Business. Aus einer kürzlich durchgeführten Studie zu Best Practices im Bereich Innovationsmanagement & -strategien, die wir mit sieben Innovationsmanagern aus mittelständischen Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen durchgeführt haben, war das Hauptthema unter den Erfolgsfaktoren für Innovation die Kultur. Sie ist es, die das starke Fundament bildet.

Sehen Sie kritisch hin und fragen Sie sich, ob Sie eine Kultur schaffen und leben, die wirklich Denkweisen, Verhaltensweisen und Kompetenzen beinhaltet, die Innovation und Zusammenarbeit fördern.

Folgende Fragen können Sie sich stellen:

  • Wie binden Sie Ihre Mitarbeiter in den Innovationsprozess ein?
  • Wie stark ist das Senior Management in die Innovationsförderung eingebunden?
  • Nach welchen Fähigkeiten suchen Sie, wenn Sie neue Mitarbeiter einstellen?
  • Wie schaffen Sie eine Kultur für den Wissensaustausch und den Umgang mit Misserfolgen?

Und denken Sie daran, es gibt nie ein one-size-fits-all.  Genauso wie alle Paare unterschiedlich sind, müssen Sie die Prozesse herausfinden, prototypisieren und adaptieren, um die richtige Passform zu gewährleisten. Und so wie sich Beziehungen ändern, müssen Sie vielleicht auch etablierte Prozesse von Zeit zu Zeit anpassen, um den Innovationsgeist zu erhalten. Es ist hilfreich zu hinterfragen, ob Sie eine Struktur haben, die Rollen, Rechte und eine Verteilung von Ressourcen beinhaltet, die Innovationsprozesse ermöglichen. Und haben Sie die richtigen Prozesse, Werkzeuge und Methoden, die Sie auf dem Weg der Innovation unterstützen – von der Idee bis zur Umsetzung?

Und schließlich sollten Sie immer daran denken, dass die Schaffung von Werten ein entscheidender Aspekt ist. Die Wertschöpfung ist der andere. Es hilft, auf dem Laufenden zu bleiben, welche Art von neuen Geschäftsmodellen es gibt und wie Sie Ihre neue Idee oder Lösung monetarisieren können. 

Das Happy End?

Sie wollen glücklich und zufrieden innovieren? Wir von HYVE können Sie in jeder Phase des Innovationsprozesses unterstützen – von Anfang bis Ende oder auch nur bei einzelnen Schritten. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Wir haben zwar keine Rosen, aber sicher einen bunten Strauß an Kooperationsideen.

Und was wäre passender, als diesen Beitrag mit einem kitschigen Gedicht abzurunden? Zugegeben: Vieles! Hier kommt es trotzdem:

Roses are red
Violets are blue
Innovation isn’t always easy
But we’re all in to go this path with you!