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Einzigartige Railway IIoT-Lösung mit Kapsch CarrierCom

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Gemeinsam mit HYVE entwickelte Kapsch CarrierCom (KCC) eine Innovationsstrategie, die es ermöglicht, Technologien und Marktchancen mit einer offeneren und kundenorientierteren Denkweise zu nutzen. In der Zusammenarbeit entstand ein Prozess, der systematisch zu neuen Produkten und Dienstleistungen führt, indem vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten genutzt werden.

Der entscheidende Unterschied im HYVE Ansatz – verglichen mit anderen Anbietern – bestand darin, dass HYVE die Innovationsarbeit nicht für, sondern gemeinsam mit dem KCC Team leistete

Vice President of Product Management, Research & Development, Delivery & Support bei Kapsch CarrierCom

Kapsch CarrierCom, ein Unternehmen der Kapsch Group, ist ein global tätiger Anbieter von end-to-end Kommunikationslösungen für Mission-Critical Networks. Mit innovativen Technologien, Produkten und Dienstleistungen wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung und Entwicklung über die Produktion und Errichtung bis hin zur Wartung und technischen Betriebsführung abgedeckt.

Wir sprachen mit Michael Maier, Geschäftsführer der HYVE Innovation Austria, Jochen Nowotny (Vice President of Product Management, Research & Development, Delivery & Support bei Kapsch CarrierCom und Project Owner) und Farid Bazizi (Team Lead „IIoT solutions“) über Innovationsstrategie, Innovationslabs und Innovationskultur.

Jochen, wie und mit welchem Ziel kam das Projekt mit HYVE zustande?

Bei Kapsch CarrierCom sind wir weltweit führend in der Bahnkommunikation. Missioncritical Kommunikationslösungen sind unsere DNA und wir wollten unser Portfolio um Lösungen erweitern, die zu uns und unserer Expertise passen.

Diese Portfolio-Erweiterung sollte auf Grundlage neuester Innovationsmethoden basieren, was uns veranlasst hat, mit mehreren Innovationsanbietern zu sprechen. Wir haben uns schließlich für HYVE entschieden, weil HYVE das beste Konzept und beachtliche Referenzen in vielen Branchen hat.

Innovationsarbeit nicht für das Team, sondern gemeinsam mit dem Team.

Der entscheidende Unterschied im HYVE Ansatz – verglichen mit anderen Anbietern – bestand darin, dass HYVE die Innovationsarbeit nicht für, sondern gemeinsam mit dem KCC Team leistete, beispielsweise Design Thinking und Co-Creation zu lernen und anzuwenden. HYVE bot Fachwissen und Beratung während des gesamten Prozesses. Heute haben wir nicht nur neue und zukunftsweisende Lösungen in unserem Portfolio, sondern zudem die Fähigkeit im Unternehmen, Innovationen auch in Zukunft voranzutreiben.

Michael Maier von HYVE und Jochen Nowotny von Kapsch CarrierCom im Gespräch

Michael, warum hat sich HYVE für den erklärten Ansatz mit zwei Projektphasen entschieden? Wie war das Projektumfeld auf beiden Seiten?

Bei diesem Projekt ging es nicht nur darum, eine innovative Lösung zu entwickeln, sondern auch darum, dem Unternehmen eine strategische Ausrichtung zu geben und ein innovationsfreundliches Umfeld zu schaffen. So haben wir in der ersten Phase die Innovationsstrategie konzipiert und ausgearbeitet, bevor wir mit der Phase des Innovationslabs fortgefahren sind, um konkrete Lösungen zur Unterstützung der definierten strategischen Ausrichtung zu entwickeln.

Auf der HYVE-Seite hatten wir ein Kernteam aus Wien und München, das bei Bedarf mit weiteren Experten (z.B. IT, IoT, Designer) ergänzt wurde. Auf Seiten des KCC wurden zwei interdisziplinäre Innovationsteams durch den gesamten Prozess geführt. Die Teams von HYVE und KCC arbeiteten in beiden Phasen des Projekts kontinuierlich zusammen.

Und was kam dabei heraus, Farid?

Wir begannen damit, vielversprechende Technologien wie IoT, Artificial Intelligence, Drones, Augmented/Virtual Reality zu testen und kreuzten sie dann mit unseren Fähigkeiten, unserem Know-how und unserer DNA. Natürlich spielte IIoT da auch eine Rolle. Wir haben den aktuellen Stand der Technik kennengelernt und für die Bahnindustrie abgeleitet, was zum KUBE-Konzept führte. Die Multimode-Lösung sammelt, überwacht, transportiert, visualisiert und analysiert missions-kritische Daten, um die Kontrolle und Wartung von Bahnbetriebseinrichtungen zu optimieren.

KUBE ist die erste IIoT-Lösung dieser Art und durch KUBE können Bahnbetreiber die Betriebseffizienz und das Asset-Management mittels smarter vorausschauender Wartung optimieren. Durch raschere Entscheidungsfindung wird ein noch zuverlässigerer Kundenservice gewährleistet.

Die größte Herausforderung war definitiv nicht die Technologie, sondern das Use Case Wissen. Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir mit Hilfe der Co-Creation-Methodik die Use Cases entwickelt und ausgearbeitet.

Und wohin führt der Weg, wenn der KUBE auf dem Markt ist, Farid?

Obwohl wir uns noch in der Anfangsphase der KUBE-Implementierungen befinden, hat unser Kunde bereits erkannt, dass KUBE eine einzigartige Lösung ist, die seine Herausforderungen löst, indem sie geschäftskritische Daten auf höchst zuverlässige und sichere Weise transportiert, sammelt und visualisiert. Tatsächlich gibt es auf dem Bahnverkehrsmarkt nichts Vergleichbares.

Wir werden weiterhin eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten, um ihre verschiedenen Use Cases anzugehen und die Innovationsschleife offen zu halten.

Das Format des Innovation Lab wird sehr unterschiedlich interpretiert. Was bedeutete das Innovation Lab für KCC, Jochen?

Die Arbeitsweise war am Anfang – ehrlich gesagt – für uns und die Teammitglieder im Projekt unangenehm. Unsere Prozesse und unsere Arbeitsweise entsprachen nicht dem Ansatz eines Labs. Dies führte zu Frustration, Fragen und der starken Nachfrage, die Komfortzone zu verlassen. Gemeinsam mit HYVE haben wir diese Hürde genommen und das Projekt erreichte eine unübertroffene Schnelligkeit und positive Energie, die sich nicht nur bei den Kernteams, sondern über die gesamte Kapsch CarrierCom hinweg bemerkbar machte.

Michael, was waren die größten Herausforderungen, denen du als HYVE-Team begegnet bist? Was waren die größten Erkenntnisse?

Ich denke, unsere größte Herausforderung war es, herauszufinden, welche Methoden und Werkzeuge für die KCC-Teams am nützlichsten waren und welche nicht. Es dauerte einige Zeit, bis wir den besten Lösungsansatz für die KCC-Teams gefunden hatten und wir unterscheiden konnten, welche Methoden die Teams effektiv anwenden konnten und welche überhaupt nicht. Das Lernen besteht also darin, die Bedürfnisse der Teams von Anfang an sorgfältig zu beobachten, anzuhören und flexibel zu sein, um den Prozess, die Methoden und Werkzeuge entsprechend anzupassen.

Jochen, was empfiehlst Du anderen Projektteams, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie ihr?

Wir haben modernste Innovationsmethoden gelernt – und wie immer, wenn man etwas Neues lernt, muss man offen sein und zulassen, dass die Dinge nicht so laufen, wie man es annehmen würde. Mit anderen Worten, ich kann nur empfehlen, auf HYVE zu vertrauen, da sie wissen, was sie tun – der Rest wird sicher kommen.

Für die effiziente Entwicklung unserer neuen IIoT-Lösung war es unerlässlich, unsere Innovationskraft zu bündeln. Der Innovationsprozess – begleitet von HYVE – hat uns dabei unterstützt. Gemeinsam haben wir ideale Voraussetzungen geschaffen, um neue Ideen zu generieren und zu entwickeln.

Kari Kapsch, CEO der Kapsch CarrierCom und COO der Kapsch Gruppe

Über die Persönlichkeiten:

Jochen Nowotny leitet bei Kapsch CarrierCom ein internationales Team von 250 Experten, dass alle technischen Disziplinen abdeckt, darunter Produktmanagement, Standardisierung und Regulierung, Architektur, Forschung und Entwicklung, Engineering, Bereitstellung und globalen Produktsupport.

Farid Bazizi leitet das R&D-Entwicklungsteam von Kapsch Carrier Com. Sein Team ist vollständig auf den Bahnmarkt fokussiert und verantwortlich für Mission Critical Communication (GSM-R, FRMCS) und Industrial IoT.

Michael Maier ist seit 2017 bei HYVE und Geschäftsführer von HYVE Innovation Austria, verantwortlich für die Entwicklung des Wiener Büros und des österreichischen Marktes.